Kinderzimmer werden benutzt. Deshalb sehen sie nicht aus wie Möbelkataloge - und das müssen sie auch nicht. Trotzdem kann ein einfaches Ordnungssystem Kindern helfen, ihre Sachen selbst zu finden und wieder wegzuräumen.
Große Kategorien statt Kleinteiligkeit
Zwölf verschiedene Sortierboxen sehen ordentlich aus, machen Aufräumen aber schnell kompliziert. Oft reichen Kategorien wie Bausteine, Fahrzeuge, Bastelsachen, Kuscheltiere, Verkleidung und kleine Spielsachen.
Offene Körbe und Boxen
Ein Deckel ist bereits ein zusätzlicher Schritt. Für häufig benutzte Spielsachen sind offene Körbe oft praktischer: Spielzeug hinein - fertig.
Bilder oder Symbole verwenden
Gerade für jüngere Kinder können kleine Bilder auf Boxen hilfreich sein: ein Auto für Fahrzeuge, ein Baustein für Bausteine, ein Stift für Bastelsachen. So ist sofort klar, was wohin gehört.
Dinge dort aufbewahren, wo sie benutzt werden
Bücher neben dem Lesesessel, Bastelsachen am Tisch, Bausteine in der Nähe der Spielfläche. Je kürzer der Weg, desto leichter funktioniert das Aufräumen.
Nicht alles gleichzeitig verfügbar machen
Zu viele Spielsachen können unübersichtlich werden. Ein Teil kann für einige Wochen weggeräumt und später wieder hervorgeholt werden. So fühlt sich altes Spielzeug oft wieder neu an.
Einen Sammelkorb für herumliegende Dinge aufstellen
Manchmal fehlt die Zeit, alles sofort zu sortieren. Dann hilft ein kleiner „später wegräumen“-Korb. Alles, was gerade keinen Platz findet, kommt zunächst hinein und wird später gemeinsam verteilt.
Eine kurze Aufräumrunde statt Großaktion
Fünf Minuten jeden Abend sind oft realistischer als eine riesige Aufräumaktion am Wochenende. Musik an, Timer stellen und die wichtigsten Dinge zurückbringen.
Das beste Ordnungssystem ist das, das Kinder verstehen
Ein Kinderzimmer muss nicht perfekt aussehen. Wenn Kinder wissen, wo ihre Sachen hingehören und sie ohne Hilfe erreichen können, entsteht nach und nach mehr Selbstständigkeit.
Mehr Selbstständigkeit: Aufgaben, die Kinder im Familienalltag übernehmen können